Die russischen Mädchen sind sehr
anpassungsfähig, sie wollen nicht Karriere machen im Beruf, sie sind nicht
anspruchsvoll und träumen nur davon, gute Hausfrauen zu sein.
Falsch. Völlig falsch.
Ach! Das berühmte Klischee vom schönen,
wenig anspruchsvollen russischen Mädchen, dessen einziger Traum es ist,
sich einem netten westlichen Ehemann unterzuordnen (will heißen: sich um
Haushalt und die Kinder kümmern), und die sich für den Mann und die
Familie opfern wird! Man könnte fast den Eindruck haben, wenn man gewissen
Leuten zuhört, daß es sozusagen perfekte Mädchen sind!!
Kann man von "der" russischen Frau
sprechen, wo es doch 80 Millionen russischen Frauen gibt? Wie soll man eine
junge Frau aus Moskau, die 30% ihres Budgets für Kosmetika ausgibt, und
die "Babuschka", von einem Leben harter Arbeit, Schwangerschaften und
Abtreibungen gezeichnet, miteinander vergleichen? Wie kann man die
"Dewjuschkas", junge Mädchen, die sich nicht für Poliutik
interessieren und viel Geld verdienen möchten, und die 50 jährigen,
die gelähmt sind von dem doppelten Bewußtsein, das noch aus dem Kommunismus stammt, ihrem eigenenes und dem des Staates, vereinen?
Und doch: Es gibt so etwas wie die russische Frau,
wie die "Matrioschkas", diese bunten Figuren die sich
ineinanderfügen, über Generationen, soziale Unterschiede hinweg.
Zunächst muss man die Mädchen aus
großen Städten wie Moskau, Sankt Petersburg und Kiew, in denen die
Mentalitäten unsren ähnlich sind, von den Mädchen aus
Kleinstädten und Dörfern unterscheiden, die weniger beeinflußt
sind von dem Bild, das die russischen Medien von der westlichen Frau zeichnen.
Lassen sie uns gemeinsam überlegen, warum
Europäer und Amerikaner der Überzeugung sind, die russische Frau sei
tief gebunden an Werte wie die Familie.
1. Klischee: die russische oder ukrainische
Frau ist gut, anpassungsfähig und wenig anspruchsvoll.
Entsprechend
der ukrainischen Mentalität muß die Frau "verheiratet
sein" (das ist hier ein Wortspiel, auf russich oder ukrainisch heißt
"verheiratet sein" "hinter seinem Ehemann stehen"), ihm
Kinder geben, sich um ihn kümmern. Die erste Sorge eines russischen
Mädchens wird also sein, "jemand" zu werden, "sich auf
jemanden zu stützen". Es stimmt, daß sie in ihrem Mann einen
neuen Vater suchen wird und daß sie nicht glaubt, die Schwierigleiten des
Lebens alleine meistern zu können: die Mädchen heiraten oft sehr
jung, sobald die Schulzeit zu Ende ist. Entweder beleidigt sie ihr Ehemann,
oder er betrügt sie ( Für den ukrainischen Mann ist die Geliebte
notwendig, um seine dominante Stellung zu festigen, sie bedeutet einen Beweis
seiner Männlichkeit. Er kann vor seinen Kollegen im Büro und seinen
Freunden prahlen: viele russische Männer behaupten, glücklich
verheiratet zu sein, Frau und Kinder zu lieben, und geben gleichzeitig zu, eine
Geliebte zu haben, oder mehrere.), aber sie wird das aushalten, weil sie stolz
darauf ist, Ehefrau zu sein. Ohne Ehemann ist der Status einer Frau in der
Gesellschaft minderwertig .
Daher kommt die Vorstellung der schönen,
guten, anpassungsfähigen russischen der ukrainischen Frau,, die nicht
Karriere machen will und nicht anspruchsvoll ist: das ist eigentlich ein
riesiges Missverständnis, denn diese Situation ist für die Frauen ein
Zwang und nicht freie Wahl!! Aber die
Mentalitäten haben sich in den letzten Jahren verändert in Russland,
und die Frauen entdecken, daß
nicht der Mann, sondern sie selbst das Zentrum der Familie sind: sie
arbeitet wie der Ehemann, sie erzieht die Kinder, macht Essen, kümmert
sich um die Wohnung, wäscht usw. Sie begreift endlich, daß sie
unabhängig ist, und stark: die russische Frau beginnt, ihr
Unabhängigkeit, ihre Autonomie zu verteidigen.
Einige ukrainische und russische Frauen wenden
sich Ausländern zu, weil sie der Meinung sind, daß sie aufmerksamer
sind, immer ihre Meinungeanhören werden, verantwortlich sind und keine
Trinker wie die Männer aus der Ukraine. Sie stellen sich vor, daß
für Ausländer Frauen und Männer Partner sind, die gemeinsam die
Kinder erziehen. Viele ukrainische Frauen glauben nicht, daß ihr
ukrainischer Ehemenn ein solches Konzeption verstehen könnte oder auch nur
treu bleiben könnte.
2. Klischee: die russischen Mädchen wollen
nicht Karriere machen
Die Tatsache, daß die russischen
Mädchen weniger karrierebesessen sind als ihre westlichen Schwestern und
ihnen die Familie wichtiger ist als die Arbeit, liegt daran, daß nur sehr wenige russische
Frauen interessante Arbeitsplätze haben, denn leider sind sie Opfer von Diskriminierung,
sie werden schlecht bezahlt und haben so gut wie keine Möglichkeit,
Karriere zu machen.
Man muss das relativieren: wenn Ihre Brieffreundin
einen verantwortungsvollen Posten hat, von dem sie begeistert ist (das ist
selten in Russland), wird sie sich sicher sehr langweilen, wenn sie ein paar Monate
in Ihrer Wohnung oder ihrem Haus verbracht hat.
Da sie niemals eine interessante und gut bezahlte
Arbeit mit guten Aufstiegsmögliclieten erlebt haben, sind russische
Mädchen logischerweise weniger karrierebewußt als westliche: das
liegt aber eher an einer männlich dominierten Gesellschaftssituation als
an ihrer eigenen Wahl; jede Person passt sich an die Gesellschaft an, in der
sie lebt: sehr wahrscheinlich wird ihre zukünftige Frau nach einiger Zeit
in Deutschland das Bedürfnis verspüren, zu arbeiten.
3. Klischee: die russischen Frauen träumen
davon, gute Hausfrauen zu sein
Für eine russische Frau ist einfach nur
Hausfrau sein ein unerschwinglicher
Luxus: in ihrem Land müsen sie arbeiten und gleichzeitig sich alleine um
den Haushalt kümmern, ohne viel elektrische Geräte wie
Waschmaschinen, Mikrowelle usw. Deshalb ist es natürlich für sie,
sich in Deutschland um den Haushalt zu kümmern, wenn sie nicht arbeiten.
Die Frauen, die bei uns eingeschrieben sind, haben im allgemeinen ein gutes
Bildungsniveau, menschliche Qualitäten, und sie sind sehr energisch: das
ist nur logisch, denn einen westlichen Mann heiraten zu wollen verlangt viel
Ausdauer und eine Menge guter Eigenschaften: die meisten sind also ehrgeizig
und hoffen, in Deutschland Arbeit zu finden und nicht nur Hausfrau sein zu
müssen.
Zusammenfassend könnte man sagen, daß
die meisten russischen Mädchen, die einen Ausländer heiraten
möchten, Anerkennung und Respekt erwarten, ehrgeizig sind und einen
starken Charakter haben: sie wollen Partnerschaft im Zusammenleben, was die
Erzeihung der Kinder, das Teilen der häuslichen Aufgaben betrifft. Sie
werden treue und aufmerksame, aber keineswegs unterwürfige Ehefrauen sein
!!
Die meisten russischen Frauen möchen das Land
verlassen und einen Ausländer heiraten.
Falsch. Man spricht heute viel im Radio, im
Fernsehen, in Illustrierten von Hochzeiten zwischen osteuropäischen Frauen
und westlichen Männern. Wenn man den Medien Glauben schenken würde,
wollten alle osteuropäischen Frauen
einen Westeuropäer oder Nordamerikaner ehelichen.
Selbstverständlich ist das völlig
falsch, denn selbst wenn es tausende
russischer Damen gibt, die diesen Wunsch verspüren, gibt es doch Dutzende von Millionen Frauen,
die glücklich mit Russen verheiratet sind. Eine russische Frau, die mit
einem russischen Mann verheiratet ist, wird sich niemals scheiden lassen um
einen Ausländer zu heiraten, selbst wenn ihre Lebensbedingungen
fürchterlich sind.
Den Statistiken zufolge wollen nur 0.5% der
ledigen oder geschiedenen russischen Frauen einen Ausländer heiraten. Die
große Mehrheit der russichen Frauen, selbst wenn sie nicht den Ehemann
finden, den sie sich wünschen, wollen ihr Land nicht verlassen und ziehen
es vor, in der Nähe der Familie und ihrer Freunde zu leben.
Die russischen Damen, die bereit sind, ihr Land zu
verlassen, haben sich die Entscheidung nicht leicht gemacht, und alle Damen
unserer Agentur sind sich bewusst, was das bedeutet: sie werden ihre Familie
und ihre Freunde verlassen müssen, um in eínem Land zu leben, in
dem sie nur Sie kennen, sie werden ihre Muttersprache nicht hören und
völlig von Ihnen abhängig sein zu Anfang. Aber sie sind bereit,
dieses Opfer zu bringen für einen Mann, der ihr Herz zu erobern
weiß!
Bitte wiegen Sie sich nicht in der Illsuision, ein
stolzer Ritter zu sein, der eine Dame aus einem höllischen Leben befreien
wird! Sie könnten nicht wirklichtsfremder sein. Denn obwohl diese
Damen manchmal unter schwierigen
finanziellen Verhältnissen leben,
sind sie stolz und lieben ihr Land! Sie haben Bildung und sind
intelligent. Und sie wissen, daß Tausende von Männern auf der ganzen
Welt ihre Antziehungskraft spüren!
Der jährliche Alkoholkonsum ist
wesentlich höher in Russland als in Deutschland.
Falsch. Es sind 12 Liter pro Jahr und
volljährigem Einwohner, was nicht so sehr viel ist und nicht sehr viel
mehr als in westlichen Ländern. Aber der Konsum unregelmäßig
ist, mit zum Teil starkprozentigem Alkohol (zwei Drittel Vodka), und mit Zeiten
großen Alkoholkonsums (ganz das Gegenteil des mediterranen Modells), ist
die Situation wesentlich schwieirger. Sie ist kaum kanalisierbar, da der
Alkohol anscheinend vor Armut
schützt, indem er ihr die bunten Farben eines Fests verleiht. Jeder
Ausländer kann das bezeugen: der Alkohol wird benutzt, um eine gewisse
Nähe des Betrunkenseins herzustellen und den Eindruck langen gegenseitigen
Kennens zu geben.Die Russen selber, die das wissen, trinken nicht nach jedem
Trinkspruch. Vodka spielt die Rolle eines nationalen Beruhigungsmittels, wie in
Deutschland früher das Bier oder die chemischen Beruhigungsmittel heute.
Der Alkoholismus wird toleriert (die
Russen haben erst spät gegen den Hang zur Flasche von Eltsine
protestiert).
Alle verschiedenen Regimes haben teil an diesem
kollektiven Hang zum Alkohol. Die Zaren erhöhten die Steuern auf Alkoholika, um Steuern einzutreiben. Im
19. Jahrhundert kam ein Viertel der Steuern von Alkoholika und Witte, angeblich
aus hygienischen Gründen, hat aus der Vodka-Produktion ein Monopol des Staates
gemacht. Die Kommunisten behielten 50Jahre lang einen lächerlichen Preis
bei für Vodkaflaschen.
Nur Gorbatschew versuchte, das nationale
Betrunkensein zu stoppen. Aus Vorsicht riß man erst hundertjährige
Weinstöcke aus Georgien und Moldavien aus. Die Russen umschifften die
Schwierigkeit, indem sie
"Samogon" distillierten,aus allem, was zu finden war, und
nicht nur, wie es Brauch war, aus Weizen und Kartoffeln. Die Unfälle
häuften sich derartig, daß das Experiment bald gestoppt wurde. Aber
noch heute sterben Tausende von
Russenalljährlich an verfälschtem Vodka : die Schockwelle, die auf
Gorbatschews "trockenes Gesetz" während der Perestoika folgte,
mit auch da perversen und zerstörerischen Wirkungen. Der Alkoholismus wird
aber immer weniger toleriert, denn er ist die Ursache für die extrem hohe
Sterblichkeitsrate in Russland (14.7 pro Tausend gegen 9.14 pro Tausend in
Frankreich zum Beispiel), höher als während der sowjetischen Periode
und sehr viel höher als der europäische Durchschnitt.
Die schlechten Lebensbedingungen, das schlechte
Gesundheitssystem( viele Krankenhäuser haben nicht einmal warmes Wasser)
und das Fehlen von Sozialpolitik haben dazu geführt, die Lebenserwartung
der Männer auf 59 Jahre zu reduzieren (in den 60er Jahren 63,8 Jahre) und
für die Frauen auf 72 Jahre (in den 60ern 72,4). Die Männer sind
stärker als Frauen Opfer von Alkoholismus und Nikotinabhängigkeit :
27 000 Personen sind 2000 gestorben, nachdem sie verfälschten Alkohol
getrunken haben, desses Produktion, etwa 50% des Marktes, ständig wächst.
50 % der männlichen Bevölkrung raucht, (25% der Frauen).
Mit 3
Milliarden Päckchen Zigaretten, die jedes Jahr verkauft werden, ist
Russland ein Paradies für die Tabak- Multinationalen. Selbst wenn es in
entlegenen Gegenden an Obst und Gemüse fehlt, Zigaretten und Vodka kann
man immer kaufen in den " Lavotchkas " (Kiosk, kleiner Laden). Dabei
ist Alkohol verantwortlich für Unfälle im Strassenverkehr, durch
Ertrinken, für Mord. Der Alkohol-und Tabakkonsum ist auch für Herz
und Gefäßkrankheiten verantwortlich (736 Tote von 100 000, gegen 267
in Belgien).
IN DER ZWICKMÜHLE zwischen einer
Sterblichkeitsrate, die ständig wächst (14,7 ‰) und einer
Geburtenrate, die ständig fällt (8,4 ‰), erlebt Russland seit den
90er Jahren einen starken Rückgang der Bevölkerung - 147,8 Millionen 1989, 145 Millionen 2001.)
Wenn der Bevölkerungsrückgang in diesem
Tempo weitergeht, (alleine im Jahr 1999, ist die Bevölkerung um 768 000
Personen, also 0,5 % gesunken),wird es 2050 nur noch 100 Millionen Einwohner in
Russland geben.
Die russischen Frauen haben einen anderen Charakter als die
westlichen
Richtig. Die Lebensbedingungen und der Status der
Frau in Osteuropa haben zur Folge, daß ihr Charakter sich in einigen
Punkten von dem der deuschen Frauen unterscheidet, das bedeutet aber nicht,
daß sie eine völlig andere Persönlichkeit haben als
westeuropäische Frauen. Alles hängt natürlich zusammen mit der
russischen Kultur und dem Lebensniveau in der ehemaligen sowjetischen Union.
Sehen wir uns Punkt für Punkt die Unterschiede und ihre Ursachen an.
Vergessen Sie aber nicht: jeder Mensch ist einmalig!!
1) Die russischen Frauen sind im allgemeinen viel
toleranter und geduldiger als westliche Frauen. das liegt daran, daß ein
wichtiges Schlüsselwort in russischen Familien Abhängigkeit und also
gegenseitige Hilfe ist! Die russische Familie ist auf dem Prinzip der
gegenseitigen Abhängigkeit aufgebaut: Die Russen sind sehr gebunden an die
Mitglieder ihrer Familie und lieben sie sehr. Das liegt zum großen Teil
an ihren Lebensbedingungen: russische Familien leben meist in kleinen
Wohnungen, in denen 2 oder 3 Generationen zusammenleben. Während der
sowjetischen Zeit konnte niemand eine Wohnung kaufen, sie wurden gratis zur
Verfügung gestellt, solange jemand arbeitete (jeder mußte nur
für notwendige Reparaturen zahlen): Die Normen der Verteilung waren
streng: 5 bis 8 m2 pro Person!
Eine Familie mit zwei Kindern hatte ein Recht auf eine Wohnung mit 2
Zimmern, etwa 30m2 groß ( Küche, Badezimmer und Flur nicht
eingerechnet) Eine geschiedene Frau mit Kind konnte nur eine 1 Zimmer Wohnung
bekommen. Heutzutage kann jeder eine Wohnung kaufen, und der Staat vergibt
natürlich keine kostenlosen Wohnungen mehr. Das Problem ist nur, daß
es so gut wie unmöglich ist, eine Wohnung zu kaufen aufgrund der niedrigen
Gehälter (das durchschnittliche Monatsgehalt liegt bei 50 Dollar): Mit
seinen Kindern und Eltern ind derselben Wohnung zu leben, bedeutet, gegenseitig
Kompromisse zu schliessen, sich zu respektieren, die Regeln der Familie und des
Zusammenlebens zu akzeptieren.
Jeder hat seine eigenen Grenzen, was Toleranz und
Geduld betrifft, aber die russischen Frauen haben eine wesentlich
größere Ausdauer: Eine Beziehung, die einer westlichen Frau
unerträglich erscheinen würde, ist es keineswegs für eine
russische, sie wird tun , als sei nichts passiert. Wenn man die Situation mit
einem Thermometer vergleichen wollte, könnte man sagen, das Thermometer
westlicher Frauen gehe bis 30 Grad, das der russischen Frauen bis 80 Grad!! Das
erklärt zum Teil, daß russischen Frauen Konflikte besser meistern
als ihre westlichen Schwestern und daß die deutsch-russischen Ehen
solider sind.
Eine russische Frau wird nicht akzeptieren,
daß eine Beziehung zerfällt. Vorsicht, das bedeutet nicht, daß
sie ihre Ziele aufgeben wird und Ihnen immer Recht geben wird. Sie wird
lediglich den Streitpunkt zwischen ihnen vermeiden und ihr Ziel mit weniger
Konflikten erreichen, denn das Ziel ist in ihren Auegn wichtiger als die Art,
es zu erreichen. Sie werden nicht einmal bemerken, daß sie erreicht hat,
was sie wollte!
2) Die russischen Frauen sind im allgemeinen
weniger selbstsicher und abhängiger von ihren Ehemännern als die
westlichen Frauen: das liegt daran, daß sie seit langer Zeit Opfer von
sexuellen Diskriminierungen und Respektlosigkeit seitens der Männer sind:
man hat ihre Ehre oft mit Füßen getreten. Außerdem hilft die
russische Gesellschaft einer Frau nicht, sich in den Vordergrund zu stellen.
3) Die russischen Mädchen sind weiblicher als
die westlichen
Die westlichen Mädchen tragen oft dieselben
T-Shirts und Hosen wie ihre männlichen Freunde. Eine russische Frau wird ohne Zögern in
hohen Absätzen über Eis laufen (was gar nicht so einfach ist), oder
bei Kälte in einem Rock herumlaufen. Die russischen Frauen legen Wert
darauf, gepflegt auszusehen, sie versuchen, sich gut anzuziehen, sich zu
schminken, selbst wenn sie ken Geld haben. Selbst im Winter sind sie noch
elegant, tragen dünne Strumpfhosen und verzichten auf Mützen. Bei der
Arbeit sind die russischen Frauen so angezogen wie Deutsche, die ausgehen oder
Freunde besuchen. Die russische Mädchen schminken sich viel, soviel wie
Amerikanerinennen und wesentlich mehr als Deutsche (eine Frau aus Moskau gibt
30% ihres Budgets für Kosmetika aus: Oreal ist in Russland Nummer 1
geworden): es stimmt schon, in Russland wird manchmal etwas übertrieben,
manchmal sehen sie aus wie geschminkte Puppen.
4) Die russischen Frauen haben eine
traditionellere Sicht der Gechlechterrollen als junge Frauen aus dem Westen. Es
wurde zum ersten Mal ein Vergleich gezogen zu diesem Thema zwischen
osteuropäischen und westlichen Frauen (ungefähr 2000 junge Frauen
zwischen 13 bis 25 Jahren wurden befragt). Diese internationale Umfrage, von
Anna Stetsenko vom Berner psychologischen Institut durchgeführt, hat
gezeigt, daß es für russische Mädchen ein Ziel des Lebens ist,
einen Partner zu finden und mit ihm Kinder zu haben, während ihre
männlichen Gegenparts die Karriere wichtiger finden. In der Schweiz haben
alle ohne Unterschied der Geschlechter folgende Reihenfolge der Prioritäten
angegeben: Partner, Karriere, Kinder, Hauskauf.
Trotzdem, und im Gegensatz dazu, was gewisse
Menschen denken, ist es keineswegs das Ziel der russischen Frauen, sich einem
netten Ehemann zu unterwerfen.
5) Die russischen Mädchen lehnen den
westlichen Feminismus ab, und ziehen es vor, gleichzeitig Erfolg und Charme zu
haben. In Europa fragen sich die Frauenzeitschriften immer, ob eine Frau
Karriere machen sollte oder sich den Kindern und der Familie widmen sollte,
aber die russischen Frauen sind gezwungen, beides zu vereinen. Sie haben seit
Generationen gelernt, arbeiten zu müssen und Kinder zu gebären: eine
Frau in Russland ist eine Politikerin, ein Arzt, eine Busfahrerin oder ein
Polizist. Und erzieht ihre Kinder mit derselben Weiblichkeit, mit der sie Strassen
baut.
Russische Frauen können leicht mehrere
Sprachen beherrschen:schreiben, lesen und sprechen.
Falsch. Im allgemeinen haben russische Frauen ein
gutes Bildungsniveau und haben in der Schule wenigstens eine Sprache gelernt
(meistens englisch), haben aber keine
Gelegenheit, zu sprechen und zu üben. Einen englischen Brief zu lesen
dauert also ziemlich lange, und wenn sie
gleich mehrere gleichzeitig erhalten, ist es nicht sicher, daß sie die
Zeit finden werden, alle zu lesen! Ein Brief auf russisch wird mit 100%iger
Sicherheit gelesen werden. Mit dem Briefeschreiben ist es genauso: im Schnitt
wird sie sie 7 bis 8 Stunden brauchen, um einen 2seitigen Brief zu verfassen!
Wenn Sie mit einem Übersetzer
zusammenarbeiten, achten Sie darauf, daß er keine Wort für Wort
Übersetzung von ihrem intelligenten und brillanten Brief macht, der dann
auf russisch auf einmal unverständlich und vielleicht gar dumm klingen
könnte. Die automatische elektronische Übersetzung ist grauenhaft.
Das gilt auch für Telefongespräche: die
Mädchen sprechen nicht gut genug englisch und das Gespräch hat keinen
Sinn, wenn sie nur wenige Worte miteinander wechseln können: die
Unterhaltung wird nicht sehr weit gehen, und sie werden nicht viel voneinander
erfahren (sie werden nur den Telefonanbieter bereichern). Es ist wirklich kein
Zufall, daß wir unseren Mitgliedern kostenlose Übersetzung,
schriftlich und mündlich, anbieten: dies ist eine Notwendigkeit, wenn Sie
eine gute Kommunikation zwischen Ihnen und Ihrer Breffreundin haben möchten
und schreckliche Missverständnisse vermeiden wollen.
In den ersten Monaten nach ihrer Ankunft in
Deutschland integrieren sich die russischen Mädchen leicht und haben kein
Heimweh
FALSCH: in den ersten Monaten verspüren die
Mädchen im allgemeinen ein gewisses Heimweh: ihre Familie und ihre Freunde
fehlen ihnen, sie stellen sich ziemlich viel Fragen und weinen manchmal:
Glauben sie nicht, daß im Anfang die guten Lebensbeingungen sie alles
vergessen machen können, was sie in ihrem Land liebten und schätzten.
Wenn man in einem unbekannten Land ankommt, in dem
man niemanden außer seinem Ehemann kennt, und in dem man nicht
kommunizirenen kann, weil man die
Sprache nicht beherrscht, scheint das
Leben ungeheuer kompliziert und ist eine Quelle von Stress, die kleinste Aktion
wird zu einer riesigen Herausforderung: sie wird völlig von ihnen
abhängig sein (in den ersten Monaten) und kein Selbstvertrauen haben.
Aber sie wird ihren Schritt niemals bereuen und
ihr Land zurückkehren wollen, denn sie weiß, daß es keine
leichte Wahl war, einen Ausländer zu heiraten, und ihr wichtigstes Ziel
ist es, eine Familie zu gründen, und ihr Wille, erfolgreich zu sein, wird
größer sein als ihr Heimweh.
Unsere Erfahrung hat gezeigt, daß die
russischen Mädchen im allgemeinen schnell deutsch lernen (im Schnitt nach
5 bis 8 Monaten), sie werden damit unabhängiger, nach und nach lernen sie
ihre neuen Lebensbedingungen schätzen und sind sehr glücklich,
daß es ihnen gelungen ist, ein Heim zu gründen.
Der wirkliche Übergang zwischen der neuen
Familie (dem Paar, das sie beide bilden) und ihrer alten Familie (ihren
Verwandten in Russland) geschieht etwa nach einem Jahr: sie fühlt tief
innen, daß jetzt ihr wirkliches Leben in Deutschland stattfindet.
Wenn sie nach 1 oder 2 Jahren in Westeuropa ihre
Familie in Russland besucht, wird sie zu Anfang sehr glücklich sein, aber
schon nach ein paar Tagen wird ihr ihr Mann fehlen, und ihr neues Leben im
Westen: zum ersten Mal, wenn sie wieder nach Deutschland kommt, nach 3 oder 4
Wochen in Russland, wird sie das Gefühl haben, zu ihrer wirklichen Familie
zurückzukehren und nicht mehr ihre Familie zu verlassen.